Herzlich Willkommen auf meiner Homepage über Gorillas (nicht nur) in Zoos

BOBO - Heidelberger Zoo / © Heike Arranz Rodriguez
BOBO - Heidelberger Zoo / © Heike Arranz Rodriguez

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Neue Junggesellengruppe in Frankreich

Auf Empfehlung des "Europäischen Erhaltungszuchtprogramms - EEP" ist TAMBO (geboren im Krefelder Zoo) in den Zoo Safari de Thoiry/Frankreich gewechselt. 

Dort wird er zukünftig in einer neu zusammengestellten "Junggesellengruppe" leben. Diese ist unter anderem mit WAZUNGU (18 Jahre, Foto), YEBA (8 Jahre) und AYO (8 Jahre) besetzt. 


"Der einzig wahre Ivan" - Wer war Ivan?

IVAN wurde 1962 in der heutigen Demokratischen Republik Kongo in Zentralafrika geboren. Bei der Entbindung war er unterernährt und schwach. Als Ivan zwei Jahre alt war, nahm ihn der Tierpfleger Ruben Johnston zu sich nach Hause und zog ihn dort für die nächsten drei Jahre auf, unterstützt von seiner Frau Lois und ihren Söhnen Danny und Larry. Später wurde er im B&I Circus Store in Tacoma untergebracht, wo er der einzige Gorilla war und, anders als im Film, nicht so viel Kontakt mit den anderen Tieren hatte. Ivan lebte 27 Jahre in seinem Beton- und Stahlgehäuse im B&I Circus Store, bis er 1994 nach dem Einsatz von Tierschutzorganisationen für seine Freilassung von der Familie Irwin dem Woodland Park Zoo in Seattle geschenkt wurde. Kurz später wurde er dauerhaft an den Zoo Atlanta in Georgia ausgeliehen, wo er seine letzten 18 Lebensjahre verbrachte, im Ford African Rain Forest, einem Gehege mit Gras und Bäumen. Hier kam IVAN zum ersten Mal nach 30 Jahren wieder mit anderen Gorillas zusammen.

Am 21. August 2012 starb der 50-jährige IVAN während der Narkose bei einer medizinischen Untersuchung. Bei der Autopsie wurde ein großer Tumor in seiner Brust festgestellt. Ivan war einer der ältesten Gorillas in Gefangenschaft, als er starb. Der Zoo Atlanta kam der Bitte von Iwans ursprünglichen Besitzern nach, seine sterblichen Überreste einäschern zu lassen und nach Tacoma zurückzubringen. Am 26. Oktober 2016 wurde vor dem Haupteingang des Point Defiance Zoos eine 270 kg schwere Bronzestatue von IVAN enthüllt.

(Text/Quelle: WIKIPEDIA) 


Emotionaler PETA-Spot

Allein in Deutschland gibt es ca. 100 Gorillas in Zoos. Auswildern geht nicht. - Schon allein deshalb, weil kein geeigneter Lebensraum in der Natur vorhanden ist.

Aber dennoch berührt mich dieser Werbespot sehr, denn alle Menschenaffen in den Zoos sind täglich "uns Menschen ausgeliefert". Da wird wie wild gegen die Scheiben geklopft, gerufen werden nicht nur "uga uga-Laute" sondern Ausdrücke, die jenseits von Gut und Böse sind. Es wird mit Blitz fotografiert. Die beliebtesten Tiere für Selfies im Zoo sind die Menschenaffen. Es werden "Küsschen an der Scheibe verteilt" oder man zeigt auch schon mal seine Brust den Tieren. Die Toleranz der Menschenaffen ist nicht unendlich. Sie werfen mit allem was sie in die Hand bekommen oder springen an die Scheiben. Viele sind aber auch abgestumpft und schauen die Besucher "stoisch" an und das nicht nur minutenlang, sondern ständig in der gleichen Position. 
Angeblich haben die Menschenaffen in der Corona-Krise die Zoobesucher vermisst! Sicherlich ist da etwas Wahres dran, denn die Zoogänger sind das beste und günstigste Mittel um die Langeweile der Tiere zu unterbrechen. 

Statt utopische Ziele wie "Freiheit" zu propagandieren müssen realistische Modelle erstellt werden. Zum Beispiel ausreichend große Innengehege auf denen die Tiere sich zurückziehen können. Das Beschäftigungsprogramm muss weiterhin ausgebaut werden. 

Den Zoobesuchern muss seitens der Zoos vermittelt werden, dass sie "nur Gast" im Leben eines Zootieres sind und nicht deren Mittelpunkt.  

Gorillas im Zoo müssen sich wie Gorillas verhalten und nicht wie die Affen, die davor stehen! Nur dann sind sie Botschafter für ihre Artgenossen in der Natur. 


Gorilla-Skulptur in New York wirbt für den Artenschutz der Tiere in der Natur

Foto: Christina Horsten / dpa
Foto: Christina Horsten / dpa

Das als "Gillie und Marc" (Gillie und Marc Schattner) bekannte britisch-australische Künstlerduo demonstriert mit einer Gorilla-Skulptur für den Schutz der vom Aussterben bedrohten Primaten. Die größte Bronzegorilla-Statue der Welt wurde in Zusammenarbeit mit dem Dian Fossey Gorilla Fund und dem WWF geschaffen. Die Skulptur wurde in Australien gegossen und nach New York verschifft, eine Reise, die einige Wochen dauerte. Sie wird bis Juli 2021 in New York zu sehen sein. 

Die riesige Hand der Skulptur ist ein Symbol für Freundschaft und Liebe und nicht um zu dominieren oder zu zerstören. - Damit charakterisiert sie die wahre Natur der Gorillas. 

Wer mehr über die Arbeit von "Gillie and Marc" erfahren möchte, die sich auch für andere Tierarten in der Natur "stark machen", sollte unbedingt deren Homepage besuchen. Auch ein Besuch auf die Facebook-Seite der beiden Künstler ist sehr interessant. 

 


Wilderer muss für 11 Jahre in Haft

Foto: Uganda Wildlife Authority
Foto: Uganda Wildlife Authority

RAFIKI war 25 Jahre alt. Der Menschenaffe wurde Anfang Juni tot und mit tiefen Speerwunden im Körper im Bwindi-Impenetrable-Nationalpark im Südwesten Ugandas gefunden. Nun wurde sein Mörder vor Gericht verurteilt. 

Wie die Wildschutzbehörde "Ugandan Wildlife Authority" mitteilt, muss ein Mann namens Byamukama Felix für das Töten des Berggorillas ins Gefängnis. Der Wilderer wird damit nicht nur für seine Tat an dem vom Aussterben bedrohten Primaten bestraft. Denn er wurde auch noch mit dem Fleisch eines Buschschweins und einer Antilope erwischt. Dafür erwartet ihn nun eine Haftstrafe von insgesamt elf Jahren.

Das Kurioseste an dem Fall war die Ausrede des Verurteilten: Er beteuerte, dass er nach einem Angriff des Gorillas nur aus Notwehr gehandelt hätte. Allerdings hätte er den Nationalpark gar nicht erst betreten und damit auch nicht in die Nähe des Tieres kommen dürfen. Die ugandische Wildschutzbehörde begrüßt das Urteil: "Wir sind erleichtert, dass RAFIKI Gerechtigkeit widerfahren ist", heißt es in der Pressemeldung.

Der Silberrücken war Anführer einer ganzen Gruppe seiner Artgenossen, umso schwerer wiegt nun sein Verlust. Insbesondere da es weltweit nur noch knapp 1000 Berggorillas gibt. Die Population dieser Art des Menschenaffen hatte sich in den letzten Jahren zwar etwas erholt, dennoch gelten sie nach wie vor als vom Aussterben bedroht.

Viele Menschen, die zurzeit illegal Jagd auf die Primaten machen, handeln aber offenbar auch aus Not heraus. Wegen des Coronavirus reisen aktuell keine Touristen nach Uganda und so fehlt vielen Einheimischen Arbeit, Geld und Nahrung.

 

Text von Michael Herold erschienen bei tag 24


Lebensraum am Limit

Einen sehr nachdenklich stimmenden Dokumentarfilm über die Berggorillas in Afrika zeigt ARTE unter dem Titel: "Gorillas unter Stress". 

Die Zahl der Berggorillas ist auf über 1000 Individuen angestiegen. Ein toller Erfolg für den Artenschutz!

Mittlerweile wird die Anzahl der Gorillas jedoch zum Problem für die Tiere. Die Forscher heute sehen andere Verhaltensweisen als es Dian Fossey beschrieb. Die Gorilla-Familien wuchsen zu riesigen Gruppen an. Der Lebensraum blieb jedoch gleich. Immer mehr Gorilla-Gruppen entstanden. Es kommt zu Kämpfen unter den Silberrücken. So ist der "Infantizid" (Fachausdruck für das Töten von Nachkommen der eigenen Art) um das 5fache gestiegen.

Die Gorillas haben mit immer neuen Auslösern von Stress zu tun. Schon allein Hitze bedingt durch den Klimawandel bereitet den Tieren Probleme. Der Kontakt mit Menschen weitet sich aus. Dabei kommt es zu "Interessenkonflikten". Ist der Artenschutz wie er heute betrieben wird bei den Gorillas vielleicht "zuviel des Guten"? Immer mehr Forscher, Ranger, Bauern und Touristen leben "Tür an Tür" mit den Gorillas. Man befürchtet das die Gorillas bald in einem "wilden Zoo" leben könnten. 

Die Wissenschafts-Dokumentation von Susanne Krauß zeigt in beeindruckenden Bildern aus Ruanda und Uganda das Leben der letzten freilebenden Berggorillas und präsentiert provozierende Erkenntnisse der erfolgreichen Schutzbemühungen. Am Ende steht die Frage nach der Zukunft des Zusammenlebens von Mensch und Tier.

Automatische Videowiedergabe
Automatische Videowiedergabe

"Der einzig wahre Ivan" - Ab 11. September 2020 zu sehen bei Disney+

Seit dem 11. September 2020 (eigentlich sollte der Film im August in den deutschen Kinos starten) kann man diesen Familien-Film, basierend auf einem Roman von von Katherine Applegate (übersetzt im Knesebeck Verlag erschienen) auf Disney+ streamen. 

Die Geschichte ist aus der Sicht eines Gorillas geschrieben, der in einem Glaskäfig in einem Einkaufszentrum lebt. Sein Leben im Dschungel vermisst er kaum, und er ist zufrieden. Seine Freunde sind die alte Elefantendame Stella, die trotz der chronischen Verletzung in einem Bein regelmäßig in den täglichen Shows auftritt, den streunende Hund Bob und Julia, die kleine Tochter des Tierpflegers. Ivans große Leidenschaft ist die Kunst. Er schafft Bilder, die vom Eigentümer der Mall verkauft werden. Als mit Ruby, dem Elefantenbaby, eine neue Attraktion in die Mall kommt, wird Ivan aus seiner Lethargie gerissen. Ruby soll gemeinsam mit Stella leben und von ihr neue Tricks lernen. Kurz bevor Stella ihrer Krankheit erliegt und stirbt, bittet sie Ivan, sich um Ruby zu kümmern. Nach ihrem Tod beginnt Ivan, sich an sein Leben vor der Big Top Mall zu erinnern und daran, wie es ist, frei zu sein. Während der Besitzer Mack versucht, Ruby zu trainieren, erlebt Ivan erstmals den Missbrauch, dem sie ausgesetzt ist. Er beginnt Bilder von den Lebensbedingungen im Zoo zu malen, die sie außerhalb der Big Top Mall aufstellen. Die Menschen, die diese sehen, beginnen gegen die Behandlung der Tiere zu protestieren, Ermittler werden zur Big Top Mall geschickt, die daraufhin geschlossen wird.

>>> Quelle: WIKIPEDIA 


Das Jane Goodall Institut Deutschland erhebt ausdrücklich Einspruch gegen die Behauptung, Jane Goodall unterstütze den Neubau des Affenhauses in Krefeld

Zwei deutsche Zeitungen behaupteten, dass Jane Goodall die Wiederaufbaupläne des Krefelder Zoos unterstütze. In einem Interview mit Tierärztin Ulrike Beckmann vom Jane-Goodall-Institut widerspricht diese einer solchen Aussage seitens der 

"Die Äußerungen dürften nicht als indirekte Unterstützung für den Neuaufbau eines Affenparks in Krefeld gedeutet werden; im Gegenteil. Goodall lehne solche Projekte ab."

Beckmann, die selbst das alte Affenhaus in Krefeld kannte erhebt sogar Vorwürfe an den Krefelder Zoo:

"Es war in der Silvesternacht niemand da, der die Affen in ihrem Haus beaufsichtigt hat. Jeder Hunde- und Katzenbesitzer sitzt in der Silvesternacht bei seinem Tier und betreut es bis hin zur Verabreichung von Psychopharmaka; Pferdebesitzer sitzen in den Ställen und schieben Wache – und bei den in jeder Hinsicht wertvollen Menschenaffen guckt keiner?"

Schade, dass man dieses interessante Interview von Jens Voss nicht öffentlich sehen kann.

Man muss die Zeitung abonnieren. Lohnt sich aber in diesem Fall.

Auf der Homepage des "Jane Goodall Institut Deutschland":


Wilde Gorillas durchleb(t)en selbst im Alter immer wieder das Trauma ihrer Gefangenschaft.

In einem Nachruf von Max Polonyi im Spiegel Ausgabe Juli 2020 bestätigen Tierpfleger eine Befürchtung meinerseits. Gorillas, die in Afrika ihrer "wilden Familie" entrissen wurden durchlebten in Deutschland's Zoos immer wieder das Trauma ihrer Gefangenschaft. 

 

MASSA / Foto: Heike Arranz Rodriguez
MASSA / Foto: Heike Arranz Rodriguez

MASSA tobte, wenn er Menschen mit dunkler Hautfarbe sah, Hutträger oder geschminkte Kinder. Er drosch dann mit seinen Händen gegen die Wände des Geheges, er riss sich Haare aus, biss sich in die Arme. Die Pfleger stellten vor dem Affentropenhaus ein Schild auf: Maskierte und Geschminkte sollten bitte draußen bleiben. An Rosenmontagen blieb das Haus manchmal geschlossen.

Die Pfleger sind sicher, Massas Abneigung gehe zurück auf den Tag, an dem er gefangen wurde. Die Männer, die Massas Familie töteten, waren wahrscheinlich schwarz. Möglich, dass sie Kriegsbemalung und Kopfbedeckungen trugen.

(Das Leben und Sterben des großen Massa - Er wurde im Regenwald Afrikas gefangen, zeugte mit zwei Weibchen acht Junge, ließ sich nie ganz zähmen. Mit etwa 49 Jahren starb Silberrücken Massa nach einem Brand im Krefelder Zoo.

Ein Nachruf von Max Polonyi im Spiegel Ausgabe Juli 2020) 

 

FRITZ / Foto: Heike Arranz Rodriguez
FRITZ / Foto: Heike Arranz Rodriguez

FRITZ (verstarb 2018 im Nürnberger Tiergarten) bekam zum Jahreswechsel Beruhigungsmittel in den Tee gemischt. Er verzog sich ins Innere des Nürnberger Affenhauses aus Angst. Wahrscheinlich hatte man seine "wilde Familie" mit Feuerwerkskörpern aufgeschreckt. Der sonst so sanfte FRITZ flippte völlig aus, wenn zum Beispiel ein bestimmter Bauarbeiter das Affenhaus betrat. Auch so manchen männlichen Tierpfleger akzeptierte er nicht.


NEUES VOM GORILLA-NACHWUCHS IM ROSTOCKER ZOO

KWAME ist inzwischen Vater geworden im Rostocker Zoo/ Foto: Heike Arranz Rodriguez
KWAME ist inzwischen Vater geworden im Rostocker Zoo/ Foto: Heike Arranz Rodriguez

Wie geht es KESHA und MOYO?

... und welche der beiden Gorilla-Damen ist vorsichtiger mit ihrem Sprössling?

Hier berichten die Tierpfleger Neues vom Gorilla-Nachwuchs im Zoo Rostock.


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©  Juli , August und September 2020 / Heike Arranz Rodriguez