Brand im Krefelder Zoo am 1. Januar 2020

In der Nacht vom 31.12.2019 zum 1.1.2020 zerstörte ein Großbrand das "Affentropenhaus" im Krefelder Zoo vollständig. Nur 2 Schimpansen überlebten leicht verletzt.

Im Haus lebten zum Zeitpunkt des Brandes:

- 5 Borneo-Orang-Utans

- 2 Westliche Flachland-Gorillas 

- 3 Westliche Schimpansen

- 3 Goldene Löwenäffchen

- 2 Silberäffchen

- 3 Weißgesichtsakis

- 3 Zwergseidenäffchen

- 12 Epauletten-Flughunde

- 3 Agutis

- 21 freifliegende Vögel

- Tokees (frei im Haus, Anzahl unbekannt)


Bei dem Brand kamen Gorilla MASSA und BOMA ums Leben. Die Beiden lebten nach dem Tod von TUMBA im Affentropenhaus. Schreckliche Szenen müssen sich beim Brand abgespielt haben. Erst 10 Tage nach dem Brand veröffentlichten die Medien, dass man den 49-jährigen MASSA schwer verletzt nach ca. 8 Stunden in den Trümmern gefunden hat. Eine Narkose wie im Fall auch zweier gefundenen Orang-Utan brachte keine Erlösung für den Silberrücken. Er wurde mit mehreren Schüssen aus einem Sturmgewehr letztendlich erlöst. 

MASSA (Foto) - ca. 1971 in Afrika geboren. Dort wurde er seinen Eltern entrissen und trat die Reise nach Europa in einer Kiste an. Von nun an hörte er die Stimmen von uns Menschen. Mit gerade einmal knapp 4 Jahren wurde er in "menschlicher Obhut" gehalten.

Ende der 70iger Jahre zog er in ein Affenhaus ein. Der Boden bestand aus Beton. Ihm stand kein Außengelände zur Verfügung. Kein Gras unter den Füßen und auch kein Luftzug unter freiem Himmel.

Seine letzten Atemzüge in "menschlicher Obhut" machte er nach mehrstündigen Todeskampf. 

Auch BOMA wurde in Afrika geboren. Etwa 2-jährig wurde sie in einem französischen Hafen konfisziert und gelangte nach Krefeld. Sie und MASSA sorgten 5 Mal für Nachwuchs. 3 weitere Kinder hatte er mit TUMBA, die bis Mai 2019 im gleichen Gehege wie BOMA und MASSA lebte. 


Fotos und Text: Heike Arranz Rodriguez / Januar 2020