Gegen das Kastrieren von Gorillas

Viele Tierarten in den Zoos leben in Gruppen, denen (wie in der Natur) nur ein männliches Tier als Familienoberhaupt vorstehen kann. Sei es ein Löwe oder auch ein männlicher Gorilla – Silberrücken.

  

Da bei den Tieren im Zoo sowohl die gleiche Anzahl männlicher wie weiblicher Nachwuchs geboren wird, müssen sich die Zoos inzwischen die Frage stellen: „Was machen wir mit den männlichen Tieren, wenn diese erwachsen sind?“  

 

Von ihrem Vater werden diese Heranwachsenden (meistens) nicht mehr geduldet. Weibliche Tiere kann man problemlos in andere Zoos vermitteln. Da die Zoos nur begrenzten Platz haben und an stetigen Nachwuchs interessiert sind, geht man immer mehr dazu über die männlichen Tiere zu kastrieren.

 

Der Eingriff in Form einer Kastration hat erhebliche Auswirkungen auf den Körper eines Tieres haben. Löwen fällt zum Beispiel die Mähne aus und Gorillas bekommen kein silberfarbenes Fell am Rücken. Daten über die psychischen Folgeschäden dieser Tiere sind den Zoos kaum bekannt oder erforscht.

 

In Amerika und nun auch in Europa engagieren sich immer mehr Tierfreunde gegen diesen Eingriff in die „natürliche Entwicklung eines Tieres“. Der Österreicher Jörg Feiertag engagiert sich zum Beispiel in einer Petition an das EEP (Europäisches Zuchterhaltungsprogramm) gegen die Kastration von jungen Gorillas in den Zoos